Luftdichtheitsmessungen

Luftdichtheitsmessungen

Eine Luftdichtheitsmessung, auch als Blower-Door-Test bezeichnet, ist eine Methode zur Bewertung der Luftdichtheit eines Gebäudes. Bei dieser Messung benutzen wir ein spezielles Gerät, die sogenannte Blower-Door, um den Luftwechsel in Ihrem Gebäude zu quantifizieren. Die Luftdichtheitsmessung ist ein wichtiger Schritt in der Bewertung der Energieeffizienz eines Gebäudes und kann zur Identifizierung von Lecks und undichten Stellen in der Gebäudehülle beitragen. Hier eine Aufzählung der wichtigsten Punkte einer Luftdichtheitsmessung:

Die Blower-Door ist eine Vorrichtung, die in eine Tür oder eine Öffnung in der Gebäudehülle installiert wird. Sie besteht aus einem Ventilator, der Luft in das Gebäude bläst oder absaugt, und einem Messsystem, das den Druckunterschied zwischen Innen- und Außenluft misst.

 Die Blower-Door erzeugt einen Druckunterschied zwischen Innen- und Außenluft, indem sie entweder Luft in das Gebäude bläst (Überdruck) oder Luft aus dem Gebäude absaugt (Unterdruck). Der erzeugte Druckunterschied entspricht in etwa dem Druck, der durch Wind auf die Gebäudehülle ausgeübt wird.

Während der Blower-Door-Test durchgeführt wird, misst das Messsystem den Luftwechsel im Gebäude. Dies wird als Luftwechselrate ausgedrückt und gibt an, wie oft die gesamte Luftmenge im Gebäude pro Stunde ausgetauscht wird.

Während des Tests werden undichte Stellen und Lecks in der Gebäudehülle bei Unterdruck fühlbar, da der Luftstrom durch die Blower-Door verursacht wird. Thermografie und Rauchtests können ebenfalls zur Identifizierung von Lecks verwendet werden.

Der sommerliche Wärmeschutz ist eine wichtige Größe bei der Planung von Gebäuden und Räumen, um die Hitze im Sommer zu reduzieren und ein angenehmes Raumklima zu gewährleisten. Hier sind einige Maßnahmen für einen effektiven sommerlichen Wärmeschutz:

  1. „Fenster und Beschattung“: Verwenden Sie Fenster mit Wärmeschutzglas, Jalousien, Rollläden oder Vorhänge, um die direkte Sonneneinstrahlung zu reduzieren.
  2. „Dachüberstände“: Wenn möglich, gestalten Sie Dachüberstände oder Vordächer, um die Sonne von den Fenstern fernzuhalten.
  3.  „Wärmeisolierung“: Achten Sie auf eine gute Wärmedämmung von Dach, Wänden und Böden, um die Hitze draußen zu halten.
  4. „Lüftung“: Nutzen Sie die kühleren Morgen- und Abendstunden, um das Gebäude durch gezielte Lüftung abzukühlen, und verwenden Sie Ventilatoren, um die Luftzirkulation zu verbessern.
  5. „Begrünung“: Pflanzen Sie schattenspendende Bäume oder Sträucher in der Nähe von Fenstern, um die Sonneneinstrahlung zu blockieren. Darf in Nachweisen normalerweise nicht berücksichtigt werden.
  6. „Hitzereflektierende Materialien“: Verwenden Sie auf Dachflächen helle oder reflektierende Materialien, um die Wärmeaufnahme zu minimieren.
  7. „Außenverschattung“: Installieren Sie außenliegende Sonnenschutzvorrichtungen wie Markisen oder Rollläden, um die Wärme fernzuhalten.
  8. „Hitzebeständige Farben“: Verwenden Sie für Dächer und Fassaden Farben, die Hitze reflektieren, um die Oberflächentemperatur zu senken.
  9. „Klimatisierung“: Wenn Klimatisierung erforderlich ist, wählen Sie energieeffiziente Klimaanlagen und stellen Sie sicher, dass sie richtig dimensioniert und gewartet werden.
  10. „Tageslichtsteuerung“: Verwenden Sie Tageslichtsteuerungssysteme, um die Beleuchtung zu reduzieren und damit die Wärmeerzeugung durch Lampen zu minimieren.

Die Kombination dieser Maßnahmen kann dazu beitragen, die Hitzebelastung in Innenräumen zu verringern und den Energieverbrauch für Klimatisierung zu senken, was sowohl den Komfort als auch die Umweltfreundlichkeit verbessert.

 Auf Grundlage der Messungen wird ein Luftdichtheitsindex berechnet, der die Luftwechselrate in Bezug zur Gebäudegröße setzt. Dieser Index wird oft als Luftwechselrate pro Stunde bei einem Druckunterschied von 50 Pascal ausgedrückt. Er bezieht sich zumeist auf das Volumen (n50) oder die Hüllfläche (q50).

Die Ergebnisse des Blower-Door-Tests werden analysiert, um festzustellen, ob das Gebäude die gewünschte Luftdichtheit aufweist. Falls notwendig, können Abdichtungsmaßnahmen ergriffen werden, um undichte Stellen zu reparieren und die Luftdichtheit zu erhöhen.

Luftdichtheitsmessungen sind besonders wichtig bei der Planung und dem Bau von energieeffizienten Gebäuden

da undichte Stellen in der Gebäudehülle zu erheblichen Wärmeverlusten führen können. Durch die Identifizierung und Behebung dieser Lecks können Energieeinsparungen erzielt und der thermische Komfort verbessert werden.

Wir dürfen Ihnen als staatlich anerkannter Sachverständiger diese Nachweise für Ihren Neubau oder das Bestandsgebäude erstellen. Dies gilt gleichermaßen für die sogenannten Wohn- und Nichtwohngebäude (Gewerbe Objekte). Ein reiner Energieeffizienzexperte kann in der Regel bei der Erstellung eines Wärmeschutznachweises helfen, ist jedoch nicht automatisch berechtigt die Nachweise auch für Gewerbeobjekte und Neubauten zu erstellen. Dies wird von den einzelnen Bundesländern unterschiedlich geregelt.

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